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Die Geschichte des Fach-Werk-Gebäudes

Das Fach-Werk-Gebäude wurde in den Jahren 1923-25 als Näherei erbaut. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise wurde der Bau nicht vollendet, das Gebäude aber in den Folgejahren als Produktionsstätte für verschiedene Gewerbebereiche genutzt.

Während des II. Weltkrieges wurde es als Wehrmachtsdepot verwendet. Nach dem Krieg befanden sich unter seinem Dach ein zentrales Drucksachenlager der Bundesbahn, eine Druckerei sowie Zeichnungsbüros des Bundesbahn-Zentralamtes. Ab 1970 zog sich die Bundesbahn nach und nach aus dem Bauwerk zurück und gab es im Verlauf der Folgejahre endgültig an den Bund zurück.

Nachdem es etwa zehn Jahre leer stand, übernahm Fach-Werk e. V. am 1. Januar 1986 das mittlerweile marode Gemäuer vom Bundesvermögensamt als Mietobjekt, um es in Eigenleistung für Ausbildungszwecke wieder herzurichten. Dabei konnte aber auch die Möglichkeit genutzt werden, die Ausbildung direkt vor Ort und mit Echtheitscharakter durchzuführen - ein Konzept, das noch heute bei uns Anwendung findet.

Die Geschichte des Gebäudes ab 1986

Während der ersten Ausbauphase wurden Teile des Gebäudes untervermietet, so unter anderem an den Verein Freie Kunst und Kultur (FKK), an Musikgruppen, andere Künstler und Handwerker. Auch heute noch werden rund 2000 m² der voll ausgebauten 6000 m² Nutzraum an Betriebe, Organisationen, Künstler und Initiativen vermietet, sodass Ausbildung und freies Gewerbe unter einem Dach vereint sind.

1995 wurde das Gebäude mit Kapitalmarktmitteln durch Fach-Werk e. V. aufgekauft und kurze Zeit später unter Denkmalschutz gestellt. Ab 1997 wurde dann die Renovierung intensiviert und unter erheblicher Eigenleistung mithilfe von Landesmitteln des Landes NRW sowie Kapitalmarkt- und Denkmalschutzmitteln verwirklicht. Noch vor dem Jahr 2000 konnten so die Grundsanierung und die Ausstattung der Werkstätten abgeschlossen werden.

In den Jahren 2001 und 2002 erfolgte die Renovierung des markanten Pförtnerhauses mit beträchtlichen Eigenmitteln und erneuter Bezuschussung aus Denkmalschutzmitteln. Zugleich wurden zusätzliche Gebäudeteile für eine Erweiterung der Werkstätten ausgebaut. In den Folgejahren 2003 und 2004 wurde dann die 3. Etage Süd in Eigenleistung ausgebaut und für zusätzliche Vermietung genutzt.

Das Fach-Werk-Gebäude erstreckt sich voll unterkellert über eine Grundfläche von 116 x 16,6 Metern, verteilt auf drei oberirdische Etagen und den Keller, was eine Gesamtnutzfläche von annähernd 8000 m² ergibt, wovon derzeit etwa 4000 m² von den Werkstätten und Büros des Vereins genutzt werden.